Wahrnehmung

Die Macht der Sprache

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Der im Oktober im Schweizer ElternMagazin „Fritz und Fränzi“ erschienene Artikel "Die Macht der Sprache" berichtet auf eindrucksvolle Weise über die Forschung von Dana Suskind und zeigt dabei die enorme Wichtigkeit der direkten sprachlichen Kommunikation zwischen Babys und ihren Bezugspersonen von Geburt an auf.
 
Die Autorin betont die bedeutende Rolle, die die persönliche Ebene der Sprache zwischen Eltern und Kind für die Entwicklung der Kinder spielt.
 
In dieser Grundhaltung finden wir genau dieselben Werte wieder, die uns in unseren Zwergensprache-Eltern-Kind-Gruppen für den wertschätzenden und auf Augenhöhe stattfindenden Austausch von Anfang an wichtig sind.

Bei der Zwergensprache bzw. bei Babyzeichen ganz allgemein wirkt nun die Verbindung zwischen gesprochenem Wort und einer bildhaft untermalenden Geste als ein weiterer Hebel für den Spracherwerb, da die haptische, optische und akustische Wahrnehmung unterstützt wird – alles  wichtige Kanäle für das Sprechen Lernen.
 
Die Bezugsperson befasst sich intensiv und immer in direktem  Blickkontakt mit dem Kleinkind. Das Baby fühlt sich so von Anfang an wahr - und ernstgenommen und entwickelt eine selbstbewusste, selbstwirksame Kommunikationsfähigkeit.

Dass der direkte soziale Austausch zwischen einem Baby und seiner Betreuungsperson ein Schlüsselfaktor für die Lautsprache ist, können wir daher nur unterstreichen und aus eigenem Erleben bestätigen, dass dies durch sprachbegleitende Babyzeichen hervorragend realisiert werden kann.
 
Das Lächeln und das Glück in einem Babygesichtchen, das sich verstanden fühlt, sprechen Bände und animieren beide Seiten dazu, im Dialog zu bleiben – da können sicher viele von Euch nur zustimmen.

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Von der Wichtigkeit, Gefühle zu spiegeln und zu versprachlichen

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Trost ist für Babys und Kleinkinder wichtig! Möchten wir nicht auch in den Arm genommen werden und uns geborgen fühlen, wenn es uns mal nicht so gut geht? Das Spiegeln und Versprachlichen des Geschehenen ist für Kinder dabei enorm wichtig. So lernen Sie, ihre eigenen Empfindungen kennen und deuten. Die kindgerechte Begleitung der Worte und die Veranschaulichung dieser mit Hilfe von Babyzeichen erleichtert den Kleinen das Verstehen und Einordnen sowie Wiedererkennen. Die Babyzeichen für Gefühle sind deshalb ein wichtiger Bestandteil unserer Eltern-Kind-Kurse und Seminare. Wir möchten dazu beitragen, dass Kinder in Geborgenheit aufwachsen, wertschätzend begleitet werden, ihre Eigen-Wahrnehmung stärken und ihnen die Möglichkeit sprichwörtlich in die Hand legen, von klein auf in Verbindung mit ihren Bedürfnissen zu sein.
Schaut doch auch mal hier in diesen schönen Artikel zu bindungsorientierter Elternschaft hinein:
http://geborgen-wachsen.de/2013/06/06/ist-doch-nicht-so-schlimm-ist-es-d...

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Rückblick: Vortrag von Prof. Dr. Zimpel zur Jahrestagung 2013

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Prof. Dr. Andre Frank Zimpel am 22.09.13 im KuK Markranstädt

Am Sonntag begeisterte uns Prof. Dr. Andre Frank Zimpel von der Universität Hamburg aus dem Fachbereich Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft mit seinem Thema „Lasst unsere Kinder spielen. Die Bedeutung des Spielens für die Denk-Entwicklung“. Er erläuterte, wie aktuelle neurobiologische Erkenntnisse die Bedeutung der psychologischen Wirkung des Spiels auf die Entwicklung des Gehirns belegen. Nicht nur systematische Förderung, auch Spiel hat seiner Forschung zufolge einen besonders wichtigen Stellenwert in der frühkindlichen Entwicklung. Der Vortrag beantwortete die Fragen: Was bedeutet diese Erkenntnis für die Bildung und Erziehung der Kinder? Warum ist es Zeit für eine neue Lernkultur? Wie wirkt sich Spielen im Verhältnis zu Aufmerksamkeit und Lernen aus? Kann man aus dem Spiel der Kinder auch etwas über die nächste Entwicklungsstufe erfahren? Und wie hängt Spielen mit Denken und mit Wahrnehmung zusammen?
Prof. Dr. Zimpel zeigte anhand vieler Videobeobachtungen aus seinem Babylabor und seiner aktuellen Beobachtungsstudie, wie Kinder beim Spiel die Fähigkeit entwickeln, sich Dinge gedanklich auszumalen, wie man sie dabei effektiv unterstützen kann und warum die imaginierten Spielsituationen Vorboten sich entwickelnder geistiger Fähigkeiten sind. Dabei ging er auf Wunsch der Zwergensprache-KursleiterInnen intensiv auf Kinder und Erwachsene mit Trisomie 21 / Down-Syndrom und deren bisher unterschätzte Bildungschancen ein. Prof. Dr. Zimpel sprach sich vehement und eindrucksvoll für Inklusion aus. Dabei leisten Gebärdenkenntnisse einen wichtigen Beitrag und fördern bei allen Kindern – mit und ohne Beeinträchtigung- das räumliche Denken.

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