Schwimmbad

Nie zu alt für Babyzeichen

Bild des Benutzers Eva Fiegl

Meine Kids sind dem Babyzeichenalter ja schon lange entwachsen - meine Tochter ist mittlerweile Schulkind! Aber es ist doch immer wieder interessant zu sehen, wann sie immer noch Zeichen einsetzen. Zum Beispiel im Schwimmbad, wenn zwischen meinen Kindern und mir eine gewisse Distanz ist und man über den Lärmpegel hinwegschreien müsste, sind ein paar einfache Zeichen doch sehr hilfreich. So kann mir meine Tochter dezent mitteilen, dass sie auf die Toilette geht oder mein Sohn, dass er den Bagger zum Sandspielen holen möchte oder er Hunger hat. Umgekehrt kann auch ich ihnen zeigen, dass es nun Zeit ist, heim zu gehen - diese Gesten werden dann allerdings gerne mal übersehen... ;-)

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Unglaublich aber wahr

Bild des Benutzers Andrea Gruber

Eine tolle Geschichte, die unserer Kursleiterin Martina Postlbauer im Schwimmbad passiert ist:

Ich war mit Clemens im Schwimmbad und nach der Schwimmstunde gingen wir noch ins Kinderbecken zum Spielen.
Da er ja schon seit längerem spricht, verwenden wir die Babyzeichen nur mehr sehr selten.
Die Ausnahme ist meist das Schwimmbad, da es sehr laut ist und hallt, er mich oft nicht versteht und ich aber nicht herumschreien möchte! So auch gestern! Beim Rutschen ging´s leichter auf´s Achtgeben der Kinder im Auslauf hinzuweisen, etc. Ich hab mir keine großen Gedanken darüber gemacht, da es ja für uns lange Zeit ganz normal war, Gebärden zu verwenden. Ich hab´s einen kleinen Jungen (ca. 14 Monate) scheinbar recht angetan und wir spielten gemeinsam mit den Quietschenten. Ich weiß nicht, wie es anderen KursleiterInnen geht, aber es gibt ein paar Wörter, wo es für mich unmöglich ist, die Handzeichen NICHT zu verwenden, zb. Ente oder Danke. Das hat sich über die vielen Stunden einfach eingebrannt. Zuerst mir nicht bewusst, merkte ich allmählich, das wir von den anderen Mamis "beobachtet" wurden. Ich war ein bisschen amüsiert, aber "frau" hat das ja schon öfter mit dem Baby erlebt.
Ein kleines Mädchen gesellte sich zu uns und nahm dem Jungen die Enten weg, was natürlich zu schlechter Stimmung führte. Ich versuchte zu schlichten und teilte die Enten. Da kam die Mama auf mich zu, versuchte mit Winken auf sich aufmerksam zu machen und als ich sie ansah fing sie mir ganz langsam, mich mit Blickkontakt fixierend und in hochdeutsch zu erklären an, dass es die Enten von Ihrer Tochter sein und sie möchte eine ganz spezielle haben. Es war so lustig! Ich stellte klar, dass ich sie auch ganz ohne Zeitlupentempo verstehen kann, da wir nur Babygebärden anwenden weil´s hier so laut ist. Es schuppte sich eine Gruppe von drei Mamis rund um mich und hörten bei meinen Erklärungen zu. Große Skepsis war spürbar! Ja klar, dass Clemens das versteht, aber die wirklich kleinen? Meinen neuen kleinen Freund, war die Quasslerei der Erwachsenen bald zu fad. Er wollte weiterspielen. Er kam mit seiner Gießkanne zu mir, grinste mich an und machte das Zeichen für Ente und "Quack, Quack" und dies gleich mehrmals. Die anfängliche Skepsis der Mamis war in Sekunden zu Staunen und Überraschung umgeschlagen. Es war so schön und der kleine Mann hatte so Freude, wie er merkte, dass ich Ihn verstanden hab! Ein schöner "Zwergensprachemoment", der mir wieder lange in Erinnerung bleiben wird! ;-)

 

 

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