Zwergensprache, ein umfassendes Programm zum Erlernen und Vermitteln der Babyzeichensprache in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter Lizenz der Zwergensprache GmbH
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Zwergensprache

Mit Babys auf dem Weg zur Sprache

  • Titelbild Zwergensprache Magazin 10

Kindermund mit Babyzeichen

 

Babyzeichenkinder sind mitteilsam und hinreißend in ihren Gedanken.
Alle Fans der kleinen Anekdoten finden in unserem Blog:
http://www.babyzeichensprache.com/blog
regelmäßig Einblick in die vielen Alltags-Geschichten, an denen uns unsere Kursleiterinnen und Eltern teilhaben lassen.

 

 

Kindermund von Andrea Gruber

Zwergensprache-Kind Johanna ist eine großartige Gebärden-Maus gewesen und manchem Zuschauer des ORF vielleicht noch in Erinnerung. Dank einer kleinen Schwester sind Babyzeichen der mittlerweile 3,5-Jährigen sehr vertraut geblieben. Mit überraschenden Folgen, wie ihre Mama mir unlängst berichtete:

 

„Johanna hat gestern bei meiner Oma die Katze gestreichelt. Nach einer Weile fragte sie die Katze, ob sie noch mehr gestreichelt werden möchte. Da die Katze keine Antwort gab, hockte sich Johanna vor sie hin und fragte nochmal ganz ausdrücklich, ob die Katze ‚mehr‘ will. Dabei verwendete sie auch das Zeichen für ‚mehr‘!

 

Ich war ganz erstaunt, dass sie anscheinend denkt, wenn jemand/etwas nicht sprechen kann, dass sie dann automatisch das Zeichen verwendet. Echt faszinierend wie sich das bei ihr gefestigt hat.“

 

Kindermund von Anna Stammler

„Ich holte Mila (14 Monate) von ihrer Oma ab. Auf dem Heimweg kamen wir an einem kleinen Garten vorbei. In der Hecke saß eine Katze und sonnte sich dösend. Mila war ganz fasziniert von diesem Anblick und zeigte ‚Katze‘ und ‚schlafen‘. Genau eine Woche später holte ich Mila wieder von der Oma ab. Als wir diesmal an der Hecke vorbeikamen, war die Katze nicht da. Da zeigte Mila ganz verwundert „Katze“ und „wo?“. Schon toll, dass sie sich eine ganze Woche später noch daran erinnert hatte!“

Mila ist mittlerweile 3 Jahre alt und hat eine kleine Schwester bekommen, die 13 Monate alte Leya. Sie verblüfft und entzückt ihre Mutter gerade mit einer Zeichen-Sprachexplosion, wobei sie bereits mehrere Zeichen zu Sätzen kombiniert.

„Leyas erster Drei-Zeichen-Satz hatte leider keinen glücklichen Anlass, ist aber doch sehr beeindruckend:

Leya räumte eifrig Milas Spielküche aus. Als Mila das sah, schubste sie sie sehr unsanft weg, sodass Leya auf den Boden knallte und sich sehr wehtat. Am nächsten Morgen kam ich mit Leya auf dem Arm in Milas Zimmer um ihr Guten Morgen zu sagen. Als Leya die Spielküche sah, zeigte sie sofort mit dem Finger darauf und machte dann die Zeichen für „Mila“, „aua“ und „Angst“. Das hat mich echt zu Tränen gerührt! Das Zeichen für „Mila“ geht übrigens so: Wir zeichnen mit beiden Zeigefingern einen imaginären Haarreifen auf dem Kopf nach, weil Mila so gerne Haarreifen trägt.“

 


          
 
Ausgabe 10/2015
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