Zwergensprache, ein umfassendes Programm zum Erlernen und Vermitteln der Babyzeichensprache in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter Lizenz der Zwergensprache GmbH
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Zwergensprache

Mit Babys auf dem Weg zur Sprache

  • Titelbild Zwergensprache Magazin 11

Kursleiterin im Interview: Karin Patton

 

Karin, wie bist Du zur Zwergensprache gekommen?

Durch eine Australische Kollegin, die mit ihrer damals einjährigen Tochter Babysigns machte. Erst dachte ich, dass sie verrückt ist. Als ich aber sah, wie sanft und v.a. zweiseitig die Kommunikation zwischen ihr und ihrer Kleinen lief, merkte ich, dass ich nichts verurteilen kann, worüber ich eigentlich gar nichts weiß. Ich habe mich also informiert und beschloss sehr bald, dass ich das Gebärden mit meinem eigenen Kind auch versuchen würde. Obwohl ich damals noch gar nicht Mutter war – aber immerhin schwanger – organisierte ich kurzerhand bei mir zu Hause einen Homeworkshop. Und hatte dann so viel Spaß dabei, dass ich mich bald darauf zur Kursleiterin ausbilden ließ.

 

Seit wann bist Du Kursleiterin?

Seit August 2008. Eine ziemlich lange Zeit, wenn ich so zurückblicke. Aber eine wunderschöne.

 

Du bist in der Schweiz mit Deinen Kursen sehr erfolgreich. Weißt Du, wie viele Kurse Du seit Deinem Beginn schon gehalten hast und wie viele Babys Dank Dir Babyzeichen lernen konnten?

Wenn ich es im Kopf nachzähle,  komme ich auf etwa 70 bis 80 Kurse. Letztes Jahr waren es genau 19 Kurse mit im Schnitt 5 Kindern pro Kurs. Hochgerechnet auf alle meine Kurse müssten es an die 400 Babys sein, die mit ihren Familien bei mir Babyzeichen gelernt haben. Das finde ich gerade richtig toll! ;o)


Wie hast Du es geschafft, so erfolgreich zu werden?

Ich erzähle allen von den Babyzeichen, lege überall Flyer aus und hänge Poster auf. Dann habe ich gute Kontakte zu anderen Kursanbietern und wir geben gegenseitig unsere Flyer ab. Das Internet ist sehr wichtig, v.a. Facebook. Ich bleibe in Kontakt mit meinen ehemaligen Kursteilnehmern und so kommen viele dann auch mit dem zweiten, dritten oder vierten Kind zu mir. Zwergensprachekurse sind ja nicht nur zum Lernen da, sondern vor allem auch zum Kontakte-Knüpfen, dazu, andere Mütter und Eltern zu treffen und mit Baby einfach eine gute Zeit zu haben. Wie ich als Kursleiterin auch ein Stück weit Unternehmerin in, mache ich jeden Tag etwas Kleines, das mein Unternehmen voranbringt. So bleibe ich am Ball und kann auch Familie und Beruf gut unter einen Hut bringen.


Was ist Deine Ursprungsqualifikation und wie nützt sie Dir in Deinen Kursen?

Ich bin Anästhesiepflegefachfrau und arbeite auch jetzt noch 20 Prozent als Hauptnachtwache in einer Frauen- und Kinderklinik. Natürlich gibt es da eine Wechselwirkung zwischen den  beiden Bereichen. In meinem Beruf habe ich viele Erfahrungen gesammelt, die ich genauso weitergeben kann wie mein Babyzeichen-Know-how.

 

Welches war Dein schönstes Babyzeichen-Erlebnis?

Da gibt es gut eine Million! Eines meiner schönsten war, als ich erleben durfte, wie mein Großer die Babyzeichen mit seinem kleinen Bruder anwendete. So konnten sich die beiden schon ganz früh intensiv und interaktiv austauschen. Ich denke, dass davon auch ihre Geschwister-Beziehung sehr profitiert.


Was macht Deine Arbeit als Regional-Leiterin der Zwergensprache aus?

Ich bin seit 2011 Regional-Leiterin der Schweiz. Dabei bin ich erste Anlaufstelle für die Schweizer Kursleiterinnen, ich koordiniere die Bewerbungen und allgemeine Anfragen zur Zwergensprache. Außerdem arbeite ich an Netzwerken mit anderen Anbietern und unterstütze die Kursleiterinnen im täglichen Geschäft.


Die Schweiz feiert dieses Jahr 10-Jähriges Zwergensprache-Jubiläum. Habt Ihr Euch da was Besonderes ausgedacht?

Wir werden ein spezielles Jahrestreffen machen und jeden Monat gibt es eine Verlosung mit unseren Partnern. Zudem haben wir extra einen Jubiläumsflyer kreiert. Mit diesem bekommen Kursteilnehmer das ganze Jubiläumsjahr hindurch 10 Franken Rabatt auf den 1. Babykurs oder Workshop, den sie wahrnehmen.


Was wünschst Du Dir und der Zwergensprache für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass die Zwergensprache noch ganz viele Familien begleiten darf und dass wir das Familienleben von immer mehr Familien mit den Babyzeichen bereichern können. Zudem wünsche ich mir, dass unsere Kurse so begehrt werden, dass sich Interessierte schon während der Schwangerschaft anmelden müssen, damit sie überhaupt noch einen Platz erhalten. :-)


          
 
Ausgabe 11/2016
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