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Mit Babys auf dem Weg zur Sprache

  • Titelbild Zwergensprache Magazin 11

Erfahrungsbericht: Hypnobirthing

Jede Geburt ist einzigartig und anders. Während einer Schwangerschaft begegnet man vielen Erzählungen, Erfahrungen, Techniken und Empfehlungen. Diesen nicht allen Gehör zu schenken, sondern einzig und allein die Energie auf diese, aktuelle Schwangerschaft und die Geburt des wachsenden Kindes zu legen, erfordert etwas Mut und Energie.

Hypnobirthing ist ein sanfter Weg, das Kind, welches wir so sehr erwarten, ruhig und sicher zu gebären. Unser Körper ist dabei tatsächlich in der Lage, ein eigenes Schmerzmittel zu produzieren. Diese Hormone nennen sich Endorphine und sind 200 Mal stärker als Morphium. Die Ausschüttung von Endorphinen kann jedoch nur stattfinden, wenn wir entspannt und ohne Angst an die Geburt herangehen. Mit Hilfe von Selbsthypnos-Techniken lernt die werdende Mutter, sich tief zu entspannen. Durch Entspannungs-, Atmungs- und Konzentrationsübungen können so die Schmerzen zu einem großen Teil vermindert werden.

Jede Hypnose ist eine Selbsthypnose, in der man in eine tiefe körperliche und mentale Entspannung gleitet, vergleichbar mit dem Zustand, bevor man einschläft oder aufwacht. Hypnobirthing hat die Geburten meiner beiden Kinder sehr bereichert. Beide Geburten dauerten lange und wurden von Wartepausen, in denen es nur sehr langsam vorwärts ging, begleitet. In dieser Zeit konnte ich die Techniken anwenden und vertiefen, welche ich im Kurs gelernt hatte. Umgebung und Atmosphäre waren ebenfalls entspannt. Ich fühlte mich sicher und die Verbindung zu beiden Kindern war bereits sehr spürbar.

Während der Wochen der Vorbereitung war ich durch die Hypnosetechniken immer in Kontakt mit meinen Kindern und habe mit vielen positiven Gedanken meinen Körper und die Kinder auf die Geburten vorbereitet. Während der Geburt konnte ich spüren, dass wir in dieser Zeit ein Team geworden waren. Ohne Hypnobirthing wäre ich sehr viel früher müde geworden und hätte keine Kraft mehr gehabt. Durch die Entspannung konnte ich die Wehen auch über eine lange Zeit sehr gut ertragen. In Phasen in denen ich nicht mehr so konzentriert war, wurden die Herztöne meiner Kinder sofort wieder besser, wenn ich wieder tiefer in den Hypnosezustand gleiten konnte.

Beide Kinder kamen gesund und wach zur Welt, obwohl unsere Tochter die Nabelschnur zwei Mal um den Hals gewickelt hatte und unser Sohn sich seinen Weg auch als Zweiter sehr wohl noch bahnen musste, da er 1 kg schwerer war als seine Schwester. Körperlich war ich ziemlich schnell wieder fit. Beide Male hatte ich keinerlei Verletzungen und nach der ersten Geburt konnte ich zwei Stunden später vom Gebärsaal ins Zimmer laufen.

Hypnobirthing hat die Ankunft meiner Kinder auf dieser Welt zum natürlichsten und schönsten Ereignis in meinem Leben gemacht. Dank Hypnobirthing habe ich erfahren, welche Urkraft in uns Frauen und in unseren Körpern steckt, um diesem überwältigenden Erlebnis zu begegnen!

Autorin: Melanie Adachi, Primarlehrerin und Zwergensprache-Kursleiterin für die Schweizer Region Horgen ZH, Pfäffikon SZ und Einsiedeln SZ

          
 
Ausgabe 11/2016
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