Kommunikation

LKGS und Zwergensprache

Bild des Benutzers Claudia Spelz

Yannik
 
Es ist so wunderbar, wenn einen begeisterte Kurseltern auch nach Jahren noch auf dem Laufenden halten. So geht es mir mit Yanniks Mama. Sie kam vor über 2 Jahren mit ihm in meinen Kurs. Yannik war damals gerade 6 Monate alt und hatte die erste Operation an seiner Lippen-Kiefer-Gaumenspalte bereits hinter sich. Das er später als andere Kinder anfangen wird zu sprechen war klar und so war die Mutter sehr motiviert Yannik mit der Zwergensprache eine Möglichkeit zu geben auf andere Weise zu kommunizieren. Mit 11 Monaten hat er angefangen seine ersten Zeichen zu machen. Seine Erzieherinnen wurden auf Initiative der Eltern geschult, bevor er mit einem Jahr in die Kita kam. Sie nutzen die Zeichen für alle Kinder gleichermaßen und leben so Inklusion.
Mit 1,5 Jahren kam eine richtige Zeichenexplosion. Nach einer weiteren OP durfte Yannik sich im Krankenhaus ein Stofftier aussuchen. Zunächst wählte er einen Teddy, entschied sich dann aber um. „Ich möchte doch das Schwein“ konnte er seiner Mutter mit Gesten zeigen. Da staunte auch das Pflegepersonal.
Er nutzt unglaublich viele Zeichen, darunter viele selbst erfundene, und kann ganze Geschichten mit Gesten erzählen. Dabei hält er einen intensiven Blickkontakt mit seinem Gegenüber. Nach den OPs und vielen Trainingseinheiten für die Mundmuskulatur kommen jetzt mit 2,5 Jahren immer mehr gesprochene Wörter. Seine Mutter schrieb mir jetzt in einer Mail: „Die Zeichen helfen uns immer noch, bei der Verständigung. Yannik plappert richtig viel, fängt an mit zwei- und drei-Wort-Sätzen, aber vieles ist noch undeutlich. Vieles verstehe ich aus dem Kontext heraus, aber manchmal habe ich auch Schwierigkeiten ihn zu verstehen, so benutzt er weiter die Zeichen und alles ist gut!!! Von allen Seiten habe ich immer gehört, warum ich mit meinem Kind Zeichen mache. Ich bin soooo froh über diese Kommunikation. Ich habe das Gefühl, ich kann meinen Sohn dadurch viel besser verstehen und er hat gelernt, sich auszudrücken.“ Auch seiner kleinen Schwester versuchen Yannik, seine Mama und die Oma schon Zeichen beizubringen.
 

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Papa mit im Boot

Bild des Benutzers Magdalena Abspacher

Ich hatte heute eine wunderbare Rückmeldung einer Kursmutter:
Ihr Mann war bis vor kurzem sehr skeptisch, was die Babyzeichen betraf; sie hat die Sache in den ersten Wochen ganz allein durchgezogen. Vor ein paar Tagen hat ihm seine kleine Tochter abends zum ersten Mal mithilfe der Zeichen erzählt, was sie tagsüber erlebt hatte, hat ihm ihre Bilderbücher "vorgelesen" und beim Spielen immer "noch mehr" gefordert - jetzt ist er völlig begeistert und hat seine Frau sogar nachträglich um Entschuldigung gebeten, dass er sie nicht sofort beim "Projekt Babyzeichen" unterstützt hatte :-)
Heute hat sie ein Plakat mit den Startezeichen mitgenommen - "für den Papa" :-)

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Rückblick Netzwerk Jahrestreffen September 2012

Bild des Benutzers Vivian König

Unser KursleiterInnen Jahrestreffen 2012 fand dieses Mal in Bad Hersfeld statt. Dort gab es neben Fachvorträgen, internen Updates für die Arbeit unseres Netzwerkes und viel Zeit zum gemeinsamen Austausch auch zwei besondere Highlights: Am Samstag haben wir alle das neue WORTREICH (http://www.wortreich-badhersfeld.de/) - Deuschlands erstes Museum zu Sprache und Kommunikation - besucht. Wir hatten unglaublich viel Freude beim Ausprobieren der kreativen Exponate und beim miteinander Spielen mit Sprache in all ihren Facetten (Märchen, Geschichten & Theater, Singen, Gestikulieren, Sprache der Tiere, Fremdsprachen, Stimme). Besonders begeistert hat uns natürlich unser "eigenes" Ausstellungsstück - die Bildtafeln zur Zwergensprache im Kapitel zur Gebärdensprache. Die sind toll geworden! Danke an die Ausstellungsgestalter Petri & Tiemann für die schöne Umsetzung. Das Museum ist einzigartig und sehr empfehlenswert auch für Schulkinder. Pädagogen bietet es abwechslungsreiche Anregungen für den Unterricht. Herzlichen Dank auch an Frau Horn und das gesamte super freundliche Personal vom Wortreich und Bistro Konrads für diesen fröhlichen Gruppenbesuch.

Der Sonntag begann für alle Teilnehmer im kreativen Gleichklang. Beim Team-Drumming im großen Saal der Jugendherberge Bad Hersfeld haben wir erfahren dürfen, wie stark Musik verbindet und stärkt. Hatten wir einen Spaß und eine tolle Stimmung! Die Vielzahl an Trommeln, Percussion-Instrumenten und sogar Quiteschetieren klang super zusammen und war toll, auszuprobieren. Das wird uns lange in Erinnerung bleiben. Danke an Familie Saragosa und ihre Rhythmuskreise (http://www.rhythmuskreise.de/).

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